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WebKit zeigt mathematische Formeln an.

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Published on: 19/08/2010

Wer mathematische Formeln auf Webseiten darstellen will, kann sich entweder einer Grafik bedienen oder den XML-Dialekt MathML verwenden. Den versteht jetzt auch der freie Browser WebKit, allerdings bislang nur in den für Entwickler und Experimentierfreudige bestimmten Nightly Builds.

Eine Formel, sechs Browser (von oben nach unten): WebKit (nightly build), Firefox, Opera, Chrome, Safari und Internet Explorer 9 (vierte Preview).

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Mit einer Beispielseite lassen sich Browser darauf untersuchen, wie sie MathML interpretieren.
Firefox und Opera liefern ähnliche Resultate wie WebKit, wenn es auch im Detail deutliche Unterschiede gibt (s. Abbildung). Chrome, Safari und der Internet Explorer 9 (4. Preview) ignorieren die MathML-Elemente komplett. Der IE 8 zeigt die Seite nicht an, da er offenbar nichts mit deren MIME-Type application/xhtml+xml anfangen kann.

Die hier zu sehenden Unterschiede bei der Darstellung des bestimmten Integrals resultieren unter anderem aus einer unterschiedlichen Interpretation des Attributs maxsize. Während Firefox und Opera es übereinstimmend mit der W3C-Definition als Obergrenze für ein in der Größe flexibles Symbol interpretieren, ignoriert WebKit das Attribut und stellt zurzeit Integrale immer so groß dar, wie es der Integrand erfordert.

Siehe dazu auch:
Webkit im heise Software-Verzeichnis

Quelle:www.heise.de

Neuer Parser für Webkit

Categories: News
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Published on: 06/08/2010

Die Entwickler der freien Browser-Engine Webkit haben in den letzten Monaten einen neuen Parser geschrieben und in Webkit integriert. Dieser soll vor allem die Kompatibilität mit anderen Browsern verbessern.

Der neue Webkit-Parser basiert auf dem mit HTML5 spezifizierten Parser-Algorithmus, denn mit der neuen HTML-Generation soll auch festgelegt werden, wie ein Browser HTML-Dokumente zu verarbeiten hat. Bislang geht jeder Browser auf seine eigene Art und Weise mit ungültigem HTML um, was der Interoperabilität nicht sehr zuträglich ist.

Das soll sich mit HTML5 ändern. Dazu wird erstmals ein kompletter Parser-Algorithmus festgelegt, um für eine bessere Interoperabilität zwischen verschiedenen Browsern zu sorgen. Alle Browser, die den mit HTML5 spezifizierten Parser implementieren, sollen HTML in gleicher Art und Weise verarbeiten, so dass Webseiten in allen Browsern gleich aussehen, auch wenn die Dokumente ungültiges HTML enthalten.

Zudem soll der neue Parser die Kompatibilität mit real existierenden Webseiten verbessern, denn der Spezifikation des Algorithmus gingen umfangreiche Analysen voraus, um den Algorithmus möglichst gut auszubalancieren. Daneben erlaubt es der Ansatz, SVG und MathML in HTML einzubetten. So wird eine Vektorgrafik in SVG einfach mit einem <svg>-tag eingeleitet.

Wer seine Webseiten bislang auf die Eigenheiten von Webkit optimiert hat, wird diese mit dem Umstieg auf den neuen Parser aber gegebenenfalls anpassen müssen, denn zugunsten einer möglichst hohen Kompatibilität mit anderen HTML5-Browsern machen die Webkit-Entwickler Abstriche bei der Abwärtskompatibilität. Allerdings betrifft das ausschließlich HTML-Konstrukte, die bislang nur von Webkit verarbeitet wurden.

Webkits HTML5-Parser steht im Kern und umfasst derzeit rund 10.000 Codezeilen. Er kann mit aktuellen Nightly-Builds von Webkit ausprobiert werden. Allerdings fehlt noch ein nennenswerter Teil: Fragment-Parsing, wie es von innerHTML und HTML5test.com verwendet wird. Hier kommt der aktuelle Nightly-Build von Webkit im Übrigen auf 222 von 300 Punkten, zuzüglich sieben Bonuspunkten. Safari 5.0.1 erreicht 208 Punkte plus sieben Bonuspunkte.

Zusammen mit dem HTML5-Parser hat das Webkit-Team auch 250 Tests entwickelt, die dem W3C für dessen Parser-Testsuite HTML5lib zur Verfügung gestellt werden.

Mozilla arbeitet ebenfalls an einer Implementierung des HTML5-Parsers für Firefox 4.0. Das Projekt html5lib arbeitet seinerseits an einer freien Implementierung des HTML5-Parsers in Python und PHP.

Aktuelle Nightly-Builds von Webkit stehen unter nightly.webkit.org für Windows und Mac OS X zum Download bereit.

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